Abonniere unseren Newsletter und sichere dir 15 % Rabatt auf alle Produkte!

02.04.23

Gartenbaumläufer

Gartenbaumläufer

Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla) machen ihrem Namen alle Ehre. Sie flitzen gern senkrecht entlang des Baumstammes, um dort nach Spinnen und Insekten zu suchen. Mit ihren Krallen halten sie sich dabei in der Rinde fest. 

Die Vogelart gilt mit aktuell 460 000 bis 630 000 Brutpaaren als nicht gefährdet. Ganz im Gegenteil: Über die letzten Jahrzehnte hat der Bestand sogar leicht zugenommen. Die Vögel gehören zur Familie der Baumläufer (Certhiidae) und werden bis zu 5 Jahre alt.

Aussehen

Der Gartenbaumläufer hat eine eher unscheinbare Federzeichnung. Vom Kinn über den Bauchbereich bis zum Unterbauch sind die Federn weiß-gräulich gefärbt. Der Grauanteil nimmt Richtung Unterbauch immer weiter zu. Kopf, Rücken, Flügel sowie Schwanzfedern erstrahlen in einem Muster aus dunkelbraunen, hellbraunen und weißen Nuancen.

Was bei dem Vogel sofort ins Auge sticht, ist sein langer Schnabel. Er ist zudem leicht gebogen. Auch die Krallen an seinen Füßen sind vergleichsweise lang ‒ schließlich klammert er sich damit in luftigen Höhen am Baum fest.

Der Vogel wird 12 bis 13 cm groß. Mit seinem Federkleid sieht er dem Waldbaumläufer täuschend ähnlich. Um die Vögel auseinanderzuhalten, musst Du genau hinhören, sie unterscheiden sich nämlich in ihrem Gesang.

Klang

Der Gesang des Gartenbaumläufers ist sehr inbrünstig. Er stimmt eine kurze Strophe an, die aus kräftigen, hohen Tönen besteht. Danach folgt eine längere Pause, bevor er die nächste beginnt. Die ersten Laute jeder Strophe stimmt er klar einzeln an und gegen Ende gehen sie in ein Zwitschern über.

Im Gegensatz dazu klingt der Waldbaumläufer sehr zart. Er lässt ein durchgehendes, helles Zwitschern ertönen, das teilweise in Triller übergeht.

Ernährung

Mit seinem gebogenen Schnabel hat der Gartenbaumläufer bereits das ideale Werkzeug, um nach Spinnen, Larven und Insekten zu suchen. Damit ernährt sich das Tier hauptsächlich von tierischer Kost ‒ ein typischer Weichfutterfresser.

Gerade, wenn das Nahrungsangebot allerdings aufgrund der Temperaturen oder anderer Bedingungen zurückgeht, greift er auch auf feine Sämereien wie Haferflocken oder Mohn zurück. Daher bedient er sich im Herbst und Winter gern mal an einem Vogelfutterspender, solltest Du einen in Deinem Garten oder auf Deinem Balkon aufhängen. Außerdem geht er in dem Fall auf die Suche nach Baumsamen.   

Brutzeit

Für den Gartenbaumläufer startet die Brutzeit im April und endet im Juli. Im Team sammeln die Partner Nistmaterialien, um ihr Nest, das wie ein kleiner Napf aussieht, in Mauervorsprüngen oder Baumritzen zu bauen.

Das Weibchen legt im Anschluss zwischen vier und sechs Eier, die es ungefähr 14 Tage lang bebrütet. Sie sind weiß und haben braune Tupfer. Nach dem Schlüpfen kümmern sich die Eltern um die Aufzucht und füttern ihre Jungen für zwei Wochen. Sobald die Nachkommen alt genug sind, um das Nest zu verlassen, geschieht die Trennung innerhalb einiger Wochen. In der Zeit helfen die erwachsenen Tiere ihnen bei der Nahrungssuche.

Lebensraum

Der Name des Vogels lässt nicht nur auf seine bevorzugten Aktivitäten schließen, sondern auch auf seinen Lebensraum. Er hält sich gern in älteren Laubbäumen auf. Daher kannst Du ihn vor allem in Gärten und Parks erspähen. Aber in Laubwäldern fühlt er sich ebenso wohl. In unseren Gärten ist er trotzdem ein eher seltener Gast. Gerade im Sommer sind die Sichtungen stark zurückgegangen.

Darüber hinaus begeben sich Gartenbaumläufer in Obstbäumen auf Futtersuche. Wenn Du also Streuobstwiesen in Deiner Nähe hast, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du dort den schnellen Vögeln begegnest.

Gartenbaumläufer gehören zu den Standvögeln. Das heißt, sie bleiben das ganze Jahr über in unseren Regionen, auch im Winter. Daher freuen sie sich besonders in den kälteren Monaten auf etwas Hilfe bei der Nahrungssuche.

Weitere wissenswerte Fakten rund um den Gartenbaumläufer

  • Gartenbaumläufer haben ein ganz bestimmtes Muster, wie sie die Bäume nach Nahrung absuchen. Sie beginnen dafür am unteren Ende des Stammes und arbeiten sich dann in Spiralen an der Rinde entlang. Haben sie das obere Ende erreicht, steuern sie den nächsten Baum an und beginnen dort von vorn.
  • Die flinken Tiere sind in der Regel Einzelgänger. Das ändert sich jedoch im Winter. Um sich warm zu halten, schließen sich mehrere Tiere zu einer Gruppe zusammen. Sie kuscheln sich aneinander und spenden sich dadurch Wärme. Damit kein Vogel benachteiligt wird, wechseln die Gartenbaumläufer regelmäßig ihre Plätze.
  • Um ausreichend Futter für sich zu sammeln, sucht der Vogel mehrere Bäume am Tag ab. Dabei fliegt er bis zu 300 Exemplare täglich
  • Wie viele andere Vogelarten auch hat der Gartenbaumläufer je nach Region zusätzlich andere Namen. Sie alle nehmen auf seinen bevorzugten Aufenthaltsort Bezug. So kennen ihn manche Leute als Baumhacker, Baumklette oder Baumrutscher. Damit kann aber zusätzlich der Waldbaumläufer gemeint sein.


Bildquelle(n):
Adobe Stock - 591632059

Alpendohle

17.01.24

Alpendohle

Wenn Du Dich ein wenig mit Rabenvögeln auskennst, hast Du sicher schon von der Dohle gehört. Wahrscheinlich hast Du auch schon ein Exemplar im Wald oder im Park bei einem Spaziergang gesehen.

Alpensegler

04.01.24

Alpensegler

Vielleicht ist Dir schon aufgefallen, dass viele unserer heimischen Vogelarten sprechende Namen haben. Diese können sich unter anderem auf das Aussehen der Tiere, ihren Lebensraum oder auch bestimmte Verhaltensweisen beziehen.

Bartmeise

04.01.24

Bartmeise

Welches Bild hast Du vor Augen, wenn Du den Begriff Meise hörst? Vermutlich denkst Du an die Blaumeise oder die Kohlmeise. Aber wusstest Du, dass es noch weitere Vogelarten gibt, die als Meisen bezeichnet werden?

Alpenbraunelle

Manche Vogelarten wie der Star oder die Kohlmeise hüpfen sehr oft munter durch unsere Gärten. Andere Vögel wiederum zeigen sich kaum. Dazu gehört auch die Alpenbraunelle (Prunella collaris) aus der Familie der Braunellen (Prunellidae).