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28.02.23

Elster

Elster

Die Elster (Pica pica) genießt hierzulande einen eher weniger schmeichelhaften Ruf. Sie gilt als diebischer Raubvogel, der weder vor anderen Nestern noch vor unseren persönlichen Gegenständen haltmacht. Die Vogelart ist in unseren Gärten und Wäldern weit bekannt.

Ihre Art wird als nicht-gefährdet eingestuft. Aktuell befinden sich rund 375 000 bis 555 000 Brutpaare in Deutschland. Die Lebenserwartung bei Elstern liegt bei rund 15 Jahren.

Aussehen

Elstern können 40‒51 cm groß werden. Damit fallen sie allein durch ihre Körpergröße auf. Sie gehören zu den Rabenvögeln und haben ein schwarz-weißes Federkleid, das sich in deutliche Partien aufteilt. Ihr Schulter- und Brustbereich ist schneeweiß eingefärbt, die restlichen Federn sind in einem tiefen Schwarz gehalten. Je nach Lichteinfall schimmern diese auch leicht bläulich.

Ihr robuster Schnabel sowie ihre Füße ziert ebenfalls eine dunkelgraue oder schwarze Farbe. Die Raubvögel haben außerdem sehr lange Schwanzfedern, die ihnen Eleganz verleihen. Sie machen etwa die Hälfte ihrer Körperproportionen aus.

Bereits als Jungtiere bilden sich die charakteristischen Merkmale deutlich heraus. Allerdings strahlen der Glanz und die Brust- und Schulterfärbung noch nicht so hell. Auch die Schwanzfedern befinden sich noch im Wachstum.

Klang

Elstern haben einen kehligen Gesang, der sich in kurzen Intervallen bemerkbar macht. Ihr Ruf ist ähnlich heiser und sehr auffällig. An ihm lässt sich der Raubvogel hervorragend erkennen.

Ernährung

Der Rabenvogel gehört zu den Allesfressern. Daher stehen feine Sämereien, Früchte, Beeren und Wirbeltiere sowie Würmer auf seinem Speiseplan. Die Nahrung kann er mit seinem länglichen Schnabel besonders gut aufnehmen.

Neben dem Nahrungsangebot bedienen sich manche Elstern jedoch auch gern an anderen Nestern und fressen die darin liegenden Vogeleier. Besonders im Winter, wenn sich die Nahrungssuche schwierig gestaltet, ernähren sie sich zusätzlich von Aas.

Brutzeit
Für die Elstern beginnt im April die Brutzeit. Insgesamt dauert sie bis in den Juni. Das Vogelpaar lebt gemeinsam in seinem Revier, das sie als Team vor anderen Elstern verteidigen.

Die Rabenvögel haben ein recht markantes Nest, das schon von Weitem aufgrund der Größe ins Auge springt. Mithilfe von kleinen Zweigen errichten sie einen runden Unterschlupf, der bis zu 80 Zentimeter groß werden kann. Mit einer Art Dach sollen zusätzlich Fressfeinde abgehalten werden.

Als perfekten Nistplatz wählen die Vögel eine hoch gelegene Baumkrone. Sollten sie am Bau gehindert werden, suchen sie einen neuen Platz für ihre Nachkommen. Daher errichten sie in manchen Fällen mehrere Nistmöglichkeiten. Die übrigen werden dann je nach Zustand von anderen Vogelarten, wie der Waldohreule, bewohnt.

Das Innere des Nests kleiden sie mit Gräsern, Blättern und Lehm aus, damit die Eier schön weich gebettet sind. Meist legt ein Elsterweibchen zwischen vier und sieben Eiern. Diese haben eine grüne Farbe und sind mit vielen braunen, teilweise olivgrünen Sprenkeln versehen.

Die Jungen schlüpfen nach ungefähr drei Wochen. In dieser Zeit bringt das Männchen seiner Gattin Nahrung und beschützt das Nest. Im ersten Monat ihres Lebens bleiben die Nachkommen im Nest und bekommen ihr Futter serviert. Die eigene Futtersuche setzt erst nach insgesamt sechs Wochen ein. Dabei helfen ihnen die Eltern großzügig.

Lebensraum

Elstern leben vorzugsweise in Feld- und Wiesengebieten. Durch den fortschreitenden Ackerbau siedeln sich jedoch auch immer mehr Tiere in unseren Dörfern und Städten an. Heute begegnet sie uns vermehrt in Parkanlagen oder Gärten.

Der Rabenvogel gehört zu unseren Standvögeln. Im Gegensatz zu den Zugvögeln bleibt die Elster also das ganze Jahr über bei uns ‒ selbst im Winter. In der kalten Jahreszeit ist sie sehr häufig in unseren Gärten zu sehen. Dort gehört sie zu den 10 meistgesehenen Vögeln. In der Zeit finden sich mehrere Individuen zu einer Gruppe mit bis zu 50 Vögeln zusammen. Sie versorgen sich mit Nahrung und schlafen an einem zentralen Ort.

Es kommt sehr häufig vor, dass die Tiere ihre Nahrung im Boden vergraben und sich dadurch einen Vorrat anlegen. Dafür müssen sie sich merken, wo genau ihr Lager ist. Dies kommt ihnen besonders im Winter zugute, da sie auf diese Weise zuverlässig Futter finden.

Weitere wissenswerte Fakten rund um die Elster

  • Elstern sind wie andere Vertreter der Rabenvögel äußerst neugierig und intelligent. Daher beäugen sie Objekte etwas genauer und interagieren mit ihnen. Das ist besonders bei glitzernden Dingen der Fall.
  • Anders als in Literatur und Filmen, in denen Elstern häufig glänzende Gegenstände wie Schmuck oder Silberbesteck entwenden, kommt diese Verhaltensweise in der Natur nicht vor.
  • Hat sich ein Brutpaar gefunden, leben die beiden Elstern meist bis an ihr Lebensende
  • In asiatischen Kulturen wird die Elster als Glücksbringer Sie soll das Glück in Form eines Besuchs oder einer Geburt voraussagen.
  • Hat eine Elster keinen Brutpartner, schließt sie sich mit anderen partnerlosen Vertretern ihrer Art zusammen. Als Gruppe suchen sie sich einen gemeinsamen Schlafplatz und beschaffen sich gemeinsam Nahrung.
  • Da die Elster auch Schädlinge wie Maikäfer oder Raupen frisst, ist sie ein biologischer Schädlingsbekämpfer.


Bildquelle(n):
Adobe Stock - 248723268

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